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Die perfekte Fotoausrüstung für unterwegs

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Du möchtest bestens auf deine Reise vorbereitet sein und die Momente, die du unterwegs erlebst, für immer festhalten? Du bist auf der Suche nach der perfekten Fotoausrüstung? Kein Problem…

…wenn da nicht diese schier endlose Auswahl an Kameras und Objektiven wäre! „Welche ist denn nun die Richtige für mich? Brauche ich eine große Spiegelreflex für meine Reise oder reicht auch eine Digitalkamera?“ Die häufigsten Fragen drehen sich am Anfang genau um diese Themen und ich habe vollstes Verständnis dafür. Als ich vor Jahren mit der Fotografie anfing, ging es mir ähnlich. Auch ich bin bei einem Besuch im Fachmarkt für Film- und Fotoausrüstung schnurstraks wieder hinausgelaufen. All diese Fragen vom Berater, auf die ich keine Antworten hatte. Wie auch? Ich wollte es ja grade erst erlernen!

Wie alles begann…

Noch heute investiere ich viel Zeit in die Recherche, bevor ich mir einen neuen Kamerabody, ein neues Objektiv, sogar ein neues Stativ kaufe. Doch was mir am Anfang am meisten geholfen hatte, war die Praxiserfahrung. Alles begann in 2010. In diesem Jahr kaufte ich eine gebrauchte Canon 30D und ich war begeistert von den Fotos, die sich deutlich von denen der Digitalkamera unterschieden. In den ersten Monaten nutzte ich die Kamera vereinzelnd, nahm sie aber nie auf Urlauben mit. Ich machte einen VHS-Kurs, der sich über mehrere Wochen erstreckte – und ließ sie dann während meiner Australien-Reise auf dem Dachboden verstauben. Wie ich mich geärgert habe!

Meine PowerShot SX230 von Canon erwies sich als ein wackerer Begleiter für unterwegs, klein, handlich und manuell steuerbar. Für Nachtaufnahmen von dem schier unglaublichen Sternenhimmel in Bateman’s Bay reichte die Auflösung aber natürlich vorne und hinten nicht. Ich schwöre euch: Diesem Moment träume ich noch immer hinterher und weine immer ein bisschen,weil die Erinnerung Jahr um Jahr etwas blasser wird. Nach dieser Langzeitreise war mir bewusst, dass sich mein Anspruch an meine Bilder verändert hatte. Ich wollte Momente einfangen und mit nach Hause nehmen. So wie sie waren. Schockgefrieren als Datei. Daher war für mich klar: Beim nächsten Mal ist die Digitalkamera am Start.

Was folgte

Nach meiner Auslandsreise nahm ich einen Systemwechsel vor. Nicht etwa, da die Canon 30D nichts mehr taugte. Aber ich wollte einen leichteren Body für unterwegs (höhö) und habe in dem Auslandsjahr viel über Sony gelesen. Die Marke machte den Platzhirschen Canon und Nikon ordentlich Druck und als ich im September 2013 die A57 in den Händen hielt, wusste ich auch sofort, wieso. Die Farben waren außergewöhnlich! Zusammen mit dem Tamron 24-70mm f2.8 und meiner Festbrennweite von 50mm reiste ich durch Europa und Nordafrika. Ich konnte mich den ganzen Tag mit der Fotografie und der Bildbearbeitung beschäftigen. Mit Euphorie gehe ich noch immer meine Bilderberge der Reisen durch, die ich mit dieser Kombination angesammelt hatte.

Bevor ich mir im April dieses Jahres aufgrund meiner Selbständigkeit als Fotografin und Designerin eine Vollformat (in Form der A7II von Sony) zulegte, vergingen mehrere Monate. In diesen musste ich mich zwischen den diversen Sony-Modellen und der Canon 5D Mark III entscheiden. Letztlich war auch der Preis ausschlaggebend – aber was soll ich sagen: Ich bin froh, Sony treu geblieben zu sein! Die Suche nach einer passenden Kamera ist unheimlich zeitintensiv und ich bin selbst für jede Abkürzung dankbar. Diese erfolgt in Form von Rezensionen, Empfehlungen von Bekannten und Freunden oder authentischen Beratungen in Fachgeschäften.

Mit welcher Ausrüstung ich jetzt reise

Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass mich seit April neuerdings nur noch meine Sony A7II auf all meine Reisen begleitet. Das liegt ganz einfach daran, dass ich das Tamron an meiner A57 einfach sehr sehr lieb gewonnen habe. Zugegebenermaßen wird der Einsatz der A7II aber steigen, weil die Bildschärfe der Vollformat so unglaublich ist, dass ich bei jedem geschossenen Bild quasi in die Lüfte springen und jubeln möchte. Zusammen mit einer Festbrennweite, der 35mm, und dem Standard-Zoom bin ich mit der A7II unterwegs. Wenn es die A57 ins Gepäck schafft, ist auch hier eine Festbrennweite, die 50mm, am Start, sowie der Standard-Zoom von Tamron und ein uraltes Tele, welches mir meine liebe Tante überlassen hat.

Auf kurz oder lang werde ich das Standard-Kit der Vollformat A7II durch ein schöneres (und damit meine ich lichtstärkeres) „Allrounder“-Objektiv ersetzen, um flexibler auf Situationen reagieren zu können. Dabei ist mir Weitwinkel für Landschafts- und Architekturaufnahmen wichtiger als der Telebereich, da ich mein altes Tele von Miolta an der A57 kaum genutzt oder dabei hatte. Da die guten Weitwinkel oftmals einen ordentlichen Preis aufweisen, lässt die Neuanschaffung allerdings noch auf sich warten.

Ja, ja, ist ja gut! Aber was ist denn jetzt die perfekte Fotoausrüstung für Reisende? So eine wie deine?

Das kommt ganz darauf an, was ihr mit dieser „Fotoausrüstung“ vor habt. Wenn ihr euch verschiedene Reiseblogs anschaut, welche Fotos gefallen euch dort am besten?

Dein Vertrauen ist mir wichtig: Ich empfehle grundsätzlich nur Dinge, die ich selbst getestet habe und von denen ich selbst überzeugt bin. Teils verlinke ich diese in meinen Beiträgen über sogenannte Affiliate-Links, auch in diesem Post. Für dich entstehen mit dem Klick auf diese Links keinerlei Nachteile oder Mehrkosten. Vielmehr unterstützt du mich und gibst mir die Möglichkeit, diesen Blog weiterhin mit der Intensität betreiben und dich weiterhin mit Reisetipps und -berichten versorgen zu können wie bisher, da ich mit deinem Klick eine kleine Provision erhalte, falls du über diese Links etwas kaufst. Ganz lieben Dank dafür, Rieke | Happy Travel Souls.

Was wollt ihr fotografieren, wenn ihr unterwegs seid?

Weite Landschaften? Dann schaut euch nach tollen Weitwinkelobjektiven um (im Bereich 8mm – 24mm). Mit meiner Tamron schaffe ich 17mm und finde die Wirkung der Bilder schon unheimlich toll, wobei es noch gar kein Vergleich zu einer richtigen Weitwinkel-Linse ist. Denkt dran: Um eine schöne Tiefenschärfe zu erzeugen, müsst ihr die Blende zudrehen, die Iso runterschrauben und auf Zeit arbeiten.

Was ihr daher bei der Landschaftsfotografie auch bedenken solltet, ist der Kauf eines gescheiten Stativs. Es gibt mittlerweile unglaublich leichte und dennoch enorm stabile Tripots, die es euch ermöglichen, bei längerer Belichtungszeit knackescharfe Fotos zu schießen. Ich reise auf Langzeitreisen nur mit einem kleinen Stativ der Marke Cullmann, weil ich lieber leicht reise und es mir für meine Ansprüche reicht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich bei so manchen Bildern wie von Jaworskyj oder Westermann schon oft dabei erwische, wie ich direkt auf Amazon eine Mammut-Suche nach einem Stativ starte.. Sag niemals nie! Zudem kann ich für die Landschaftsfotografie  auch ein 35mm an einer Vollformat oder eine 50mm Festbrennweite an einem APS-C Sensor empfehlen. Warum jeder unbedingt eine Festbrennweite auf Reisen dabei haben sollte, könnt ihr hier nachlesen!

Architektonische Bauten? Dann könnt ihr überlegen, euch ein Ultraweitwinkel (zB ein 11-16 mm) oder sogar ein Fisheye-Objektiv (zB 8mm) anzuschaffen. Auch in beengten Situationen, wie in Kirchen beispielsweise, habt ihr einen unheimlich weiten Ausschnitt und schneidet keine wichtigen Details weg.

Naturfotos mit Fokus auf Pflanzen und Kleintiere? Hui, das wird ein teurer Spaß – Doch die Makroobjektive sind ihr Geld wert. Es entstehen interessante neue Perspektiven und ihr nehmt euch Zeit für die neue Umgebung. Das ist klasse! Wie ihr auch ohne teure Makroausrüstung tolle Close-Ups schießen könnt, sogar mit eurer Festbrennweite? Mit sogenannten Zwischenringen oder einem Retro-Adapter! Neugierig geworden? Lest in meinem Kameras&Objektive-Bericht mehr darüber! Es lohnt sich 🙂

Portraitfotos? Dann sind die Festbrennweiten das richtige für euch! Auf Hochzeiten fotografiere ich gerne mit einem 35er und 85er an der Vollformat, die ich euch beide sehr ans Herz legen kann. Momentan habe ich sie auch für meine Kurzreisen im Gepäck, um neue Perspektiven in der Landschafts- und Streetphotography zu testen. Und was soll ich sagen: Gefällt mir ganz schön gut! 🙂 Einen umfassenden Bericht zum Thema Festbrennweite findet ihr hier: Warum jeder eine Festbrennweite besitzen sollte.

Wildlife? Das ist eine Herausforderung. Da einen die Wildtiere selten so nah an sich heran lassen, um mit regulären Brennweiten einen guten Schnappschuss zu erzielen – und man bei manchen Kollegen auch ungern in den Dunstkreis steigt – ist ein Teleobjektiv ein Muss. Die Herausforderung ist dabei oftmals der Preis: Ein lichtstarkes Tele mit internem Stabilisator geht ganz schön ins Geld. Die Fotografen hinter den Fußball- oder Handballtoren, kennt ihr, oder? Ja, genau die, die hinter Ihren kopfgroßen Objektiven verschwinden! Nun, das ist für eine Reise vielleicht ein wenig übertrieben – alleine schon aus Gewichtsgründen. Vom Preis her ganz zu schweigen. Wenn man allerdings total auf Tierbeobachtung steht, sollte man sich gut in die Materie einlesen und nicht am falschen Ende sparen. Da bin ich momentan leider noch der falsche Ansprechpartner, da dieses Thema bei mir noch nicht auf den Tisch kam. 🙂

Wie ihr jetzt bereits schon vermutet habt, gibt es kein Allheilwundermittel in Sachen perfekte Fotoausrüstung für Reisefotografie, denn es gibt nicht die eine Kamera oder das eine Objektiv für jeden Geschmack und jede Intention. Aber es gibt etwas viel besseres:

Meine Erfahrung mit verschiedenen Kameras unterwegs und zwar von kompakten Digitalkameras in Australien bis zu Vollformat-Bombern in Europa! 🙂

Denn der Trick ist, wie das Equipment, welches einem zur Verfügung steht, zum Einsatz kommt. Eines ist klar: Mal eben mehrere tausend Euro für eine Kamera mit gescheiten Objektiven zusammenkramen, ist kein Zuckerschlecken und die finanzielle Ausgabe sollte gut überlegt sein! Kleinvieh macht auch Mist. So gibt es die A58, ein Model neuer als meine, mittlerweile für nur 424,00 €! 2013 bezahlte ich für die A57 im Kit bereits 600,00 €. Aber statt des Kit-Objektives investiert lieber in ein gutes Standard-Objektiv. Das Tamron 17-50mm 2.8 kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Genau wie die Festbrennweite. Wenn ich mich aber jetzt noch einmal entscheiden könnte, würde ich eher zur 35mm anstatt zur 50mm Linse greifen (Aufgrund des Crop-Faktors entsprechen 50mm durch den kleinen Sensor einem Bildausschnitt von 80mm, 35mm aber entsprechen einem 56mm Bildauschnitt). Warum? Mehr Platz im Bildausschnitt!

Ihr wollt einen Überblick über alle Kameras und Objektive bekommen, die sich in meinem Schrank die Klinke in die Hand gegeben haben? Lest alles wichtige hier: Meine Fotoausrüstung

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